E-Mail-Anschreiben: Bewerbung mit kurzem Begleittext versenden
Ein E-Mail-Anschreiben soll der empfangenden Person sofort zeigen, worauf sich deine Bewerbung bezieht und welche Unterlagen beigefügt sind. Prüfe zuerst die Stellenanzeige: Verlangt das Unternehmen eine E-Mail, einen Upload im Bewerbungsportal oder ausdrücklich einen Anschreibentext im Nachrichtenfeld? Diese Vorgabe bestimmt den Versand.
Mit „Email Anschreiben“ können zwei unterschiedliche Texte gemeint sein: eine kurze Begleitmail zu den Bewerbungsdateien oder ein vollständiges Anschreiben direkt im Nachrichtenfeld. Kläre diese Funktion vor dem Formulieren.
Begleitmail und vollständiges Anschreiben unterscheiden
Wenn ein vollständiges Anschreiben als Datei verlangt wird, reicht in der E-Mail ein kurzer Begleittext. Wiederhole darin nicht die gesamte Argumentation. Soll die Motivation direkt im Nachrichtenfeld stehen, formuliere den Text dort passend und überprüfe, ob zusätzlich eine Datei erwünscht ist.
Eine allgemeine Regel für jede Firma wäre unzuverlässig. Die Bundesagentur für Arbeit empfiehlt, den vom Arbeitgeber gewünschten Bewerbungsweg zu nutzen. Notiere deshalb vor dem Versand die verlangten Dateien, mögliche Größenbegrenzungen und eine Kennziffer aus der Anzeige.
Ein Betreff, der zugeordnet werden kann
Nutze die genaue Stellenbezeichnung und gegebenenfalls die Referenznummer. Ein mögliches, ausdrücklich fiktives Beispiel lautet: „Bewerbung als Projektassistenz – Kennziffer PA-27“. Vage Betreffzeilen wie „Meine Unterlagen“ helfen bei der Zuordnung weniger.
Muster für einen kurzen Begleittext
Das folgende Beispiel ist eine Formulierungshilfe. Ersetze die Angaben durch deine tatsächlichen Daten und übernimm nur Aussagen, die zutreffen.
„Sehr geehrte Frau Beispiel, anbei erhalten Sie meine Bewerbung als Projektassistenz zur Kennziffer PA-27. Im beigefügten Anschreiben und Lebenslauf erläutere ich meine für die Position relevanten Erfahrungen. Für Rückfragen bin ich unter den unten genannten Kontaktdaten erreichbar. Über die Gelegenheit zu einem persönlichen Gespräch freue ich mich. Mit freundlichen Grüßen, Vorname Nachname.“
„Frau Beispiel“ ist ein Platzhalter, keine erfundene Kontaktperson für einen realen Arbeitgeber. Ist in der Anzeige niemand genannt, recherchiere die zuständige Stelle auf der offiziellen Unternehmensseite. Erfinde keine Anrede, um den Text persönlicher wirken zu lassen.
Anhänge vorbereiten und tatsächlich öffnen
Beachte die Vorgaben des Unternehmens zu Format, Anzahl und Größe der Dateien.
Verwende verständliche Dateinamen mit deinem Namen und der Art der Unterlage.
Prüfe, ob Anschreiben, Lebenslauf und Nachweise zueinander passen.
Öffne jede fertige Datei und kontrolliere Seitenumbrüche sowie die Lesbarkeit der Scans.
Entferne Kommentare, Änderungsmarkierungen und nicht benötigte Entwürfe.
Wenn keine spezielle Aufteilung vorgegeben ist, kannst du eine übersichtliche Zusammenstellung wählen. Verschicke keine Sammlung uneindeutig benannter Zwischenstände. Eine Personalabteilung sollte nicht erst erraten müssen, welche Datei die aktuelle ist.
Versandkontrolle in zwei Durchgängen
Lies zunächst nur den Inhalt: richtiger Arbeitgeber, richtige Stelle, korrekte Namen und vollständige Kontaktdaten. Kontrolliere danach die Technik: Empfängeradresse, Anhänge und Dateiversionen. Diese Trennung verhindert, dass eine sprachliche Korrektur den Blick auf einen fehlenden Anhang verdrängt.
Bewahre die versendete Nachricht mit den tatsächlich beigefügten Unterlagen auf. Notiere das Versanddatum und eine eventuell genannte Rückmeldefrist. Verlässlichkeit zeigt sich bereits in diesem kleinen Ablauf: nachvollziehbare Unterlagen, eine klare Nachricht und erreichbare Kontaktdaten.
Bundesagentur für Arbeit: Bewerbungsunterlagen und Versandweg

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